In diesem Monat stellt sich der Bezirk Lüneburg vor und berichtet von seiner Geschichte in unserer Reihe "75 Jahre NWDSB".
Bezirksschützenverband Lüneburg e.V.
Der Bezirksschützenverband Lüneburg blickt auf eine lange und bewegte Geschichte zurück. Seine Wurzeln reichen bis ins Jahr 1387 zurück, als mit der Allgemeinen Schützengesellschaft der Stadt Lüneburg der älteste Schützenverein des heutigen Bezirks gegründet wurde. Damit steht der Bezirk für mehr als sechs Jahrhunderte gelebte Tradition und Gemeinschaft.
Die eigentliche Verbandsgeschichte begann jedoch erst Anfang des 20. Jahrhunderts. Im Jahr 1909 wurde in Winsen an der Luhe erstmals ein Schützenverband für den Regierungsbezirk Lüneburg gegründet. Nach den Wirren des Ersten Weltkriegs gelang es Willi Karl, das Verbandsleben wiederzubeleben. Die Zeit des Nationalsozialismus und der Zweite Weltkrieg führten jedoch erneut zu einem Stillstand des organisierten Schützenwesens.
Der entscheidende Neuanfang erfolgte am 17. Juli 1951. Damals gründeten 23 Delegierte aus acht Vereinen in Lüneburg den Schützenverband für den Stadt- und Landkreis Lüneburg. Vier Jahre später erhielt er den Namen „Bezirksschützenverband Lüneburg“. Aus den damaligen Strukturen entwickelten sich in den folgenden Jahren die heutigen Schützenkreise.
Heute gehören dem Bezirk 43 Vereine mit rund 5.000 Mitgliedern an. Damit zählt der Bezirk Lüneburg zu den traditionsreichen und lebendigen Regionen innerhalb des Nordwestdeutschen Schützenbundes.
Doch der Bezirk steht nicht nur für Tradition, sondern auch für sportliche Erfolge. Eine herausragende Persönlichkeit der Verbandsgeschichte ist Heinz Pilch aus Reinstorf. Mit sieben deutschen Meistertiteln im Einzel, 24 Mannschaftstiteln, Teilnahmen an Europa- und Weltmeisterschaften sowie mehreren deutschen Rekorden prägte er das Sportschießen weit über die Grenzen der Region hinaus. 1959 stellte er sogar einen Weltrekord mit 396 Ringen auf.
Auch heute schreiben die Schützinnen und Schützen des Bezirks Erfolgsgeschichte. Aktuelle Landesrekorde im Bogensport, Luftgewehr-Auflage und Blasrohrschießen belegen die sportliche Leistungsfähigkeit der Vereine. Namen wie Uta Bormann, Mila Groppe, Michael Schlüschen, Andreas Kurtz und Ursula Brüggemann stehen beispielhaft für die erfolgreiche Gegenwart des Bezirks Lüneburg.
75 Jahre Nordwest bedeuten für den Bezirk Lüneburg daher weit mehr als ein Jubiläum. Sie stehen für die Verbindung von Tradition und Moderne, für ehrenamtliches Engagement, sportliche Höchstleistungen und eine Gemeinschaft, die seit Generationen das Schützenwesen in der Region prägt und lebendig hält.
Die Highlights im Überblick




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Fotos und Informationen: Bezirk Lüneburg, Text: J. Schäfer